Diese Geschichte handelt von einem Jungen aus einer gewöhnlichen Berliner Familie, der im Erwachsenenalter Tausende von Fernsehzuschauern, Kinofans und Theaterliebhabern eroberte. Unser neuer Artikel handelt von dem bekannten deutschen Schauspieler Harald Juncke. Mehr dazu auf berlinski.net.
Theater und Kino im Leben von Harald Juncke

Harald Juncke wurde am 10. Juni 1929 in Berlin-Charlottenburg geboren. Der Stadtteil Charlottenburg war bis 1920 eine eigenständige Stadt. Harolds Vater war Polizist, und seine Mutter stammte aus einer Bäckerfamilie. Die Kindheit von Juncke verbrachte er in den Arbeitervierteln der Stadt.
Doch er wusste, dass das Leben ihm etwas Größeres bereithielt, als eine Arbeit in einem der örtlichen Industrieunternehmen. Schon als Kind verspürte er eine starke Leidenschaft für die Schauspielerei und träumte von einer großen Karriere. Und wie wir wissen, werden Träume manchmal wahr.
Sein Debüt auf der Bühne gab er 1948. Es ist unbekannt, was der junge Schauspieler in diesem Moment fühlte, aber man kann sich gut vorstellen, welche Mischung aus Nervosität, Freude und Zittern er durchlebte.
Die Karriere von Harald Juncke nahm Fahrt auf. 1950 erhielt er eine Einladung, im Theater von Neubrandenburg zu arbeiten. Später trat er der Truppe des Volksbühne-Theaters und anderer Bühnen bei.
Nach 1977 entdeckte Harald Juncke neue Horizonte — er begann im deutschen Fernsehen zu arbeiten. Der Schauspieler war an mehreren Fernsehserien beteiligt. Später versuchte er sich als Moderator der ZDF-Show Musik ist Trumpf. In seinen TV-Shows sang er oft. Es gefiel ihm, den Stil von Frank Sinatra zu übernehmen. Und das gelang ihm hervorragend. Von 1968 bis 1999 nahm Harald Juncke mehrere Musik-Alben auf. Somit fand ein weiteres kreatives Experiment in seinem Leben statt, das ihm Erfolg brachte.
Dennoch rief ihn die Schauspielerei zurück in die Welt des Films. Im Jahr 1992 begann er wieder zu drehen. Die Rückkehr war so erfolgreich, dass sie von den Kritikern hoch gelobt wurde. Charakteristische Rollen in Filmen wie Schtonk!, Der Papagei, Der Hauptmann von Köpenick enthüllten sein Schauspielpotenzial mit neuer Kraft. Außerdem hatte er das Glück, eine ernste dramatische Rolle im Film The Drinker zu spielen. Der Film basierte auf der Biografie von Hans Fallada, einem berühmten deutschen Schriftsteller und Autor realistischer Romane.
Privatleben

Das turbulente kreative Leben führte Harald Juncke zu einer bezaubernden Frau. Sybil Verden war Tänzerin und Schauspielerin. Die Verliebten heirateten. 1953 wurden sie erstmals Eltern. Ihre Tochter Barbara wurde geboren. 1956 erblickte ihr Sohn Per das Licht der Welt. Man kann annehmen, dass das Eheleben zweier kreativer Persönlichkeiten nicht immer einfach war. Daher trennten sich Sybil und Harald später. 1971 heiratete Harald erneut, diesmal die Schauspielerin Susanna Xiao.

Im folgenden Jahr wurde das Paar Eltern eines Sohnes namens Oliver. Mit Susanna lebte Harald bis zu seinem Tod.
Schauspieler zu sein
Für Harald Juncke war die Schauspielkarriere nicht nur Kunst. Es war harte Arbeit, die täglich viele Herausforderungen mit sich brachte. Der Beruf erfordert ständige Selbstverbesserung und vollständige Hingabe. Schauspieler perfektionieren ihre Fähigkeiten und Talente. Sie lernen neue Techniken, trainieren ihre Stimme und ihren Körper, arbeiten an ihrer Mimik. Diese tägliche, ununterbrochene Arbeit verlangt maximale Hingabe, Anstrengung und Zeit. Harald Juncke wusste aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, in der Schauspielwelt einer harten Konkurrenz zu begegnen. Oft stoßen Schauspieler auf Ablehnungen. Und das ist sehr gefährlich, weil ein Schauspieler an sich selbst zweifeln und einfach aufgeben könnte.
Die Schwierigkeiten des Schauspielberufs hängen auch mit unregelmäßigem Einkommen zusammen. Rollen sind oft nicht regelmäßig, und das Warten auf Angebote kann sehr lange dauern. All dies hat tiefgreifende Auswirkungen auf alle Aspekte des Lebens von Schauspielern.
Harald Juncke lebte 75 Jahre. An einem Februartag 2005 wurde er mit akutem Dehydrationszustand ins Krankenhaus eingeliefert. Er starb in der Nähe von Berlin, in Rüdersdorf.