Hildegard Knef – Eine Berlinerin, die Hollywood eroberte

Es gibt zahlreiche Kompilationen ihrer Hits wie „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ oder „Von nun an ging’s bergab“. Auch ihr autobiografischer Roman „Der geschenkte Gaul“ ist weithin bekannt und eine absolute Leseempfehlung. Der Biopic „Hilde“, in dem Heike Makatsch sie verkörpert, sorgte für gemischte Kritiken. Doch eines steht fest: Hildegard Knef bleibt eine der bekanntesten Legenden Berlins. Ihr Ruhm als Musikerin und Sängerin reichte weit über die Landesgrenzen hinaus. Mehr über die berühmte Schauspielerin erfahren Sie auf berlinski.net.

Eine Berliner Alleskönnerin

Die vielseitige Schauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin Hildegard Knef war eine der wenigen deutschen Frauen, die es neben ihrer Karriere in der Heimat auch in Hollywood schafften. Die attraktive Blondine, die in Amerika oft „Hildegarde Neff“ genannt wurde, galt als Erbin des Erbes von Marlene Dietrich. Sie blieb stets eigenwillig – nicht nur in ihrem Gesang, sondern auch in ihrer oft kühlen Ausstrahlung.

Obwohl die Schauspielerin bereits in mehreren Filmen mitgespielt hatte, gelang ihr der Durchbruch erst im Nachkriegsdeutschland mit dem Drama „Die Mörder sind unter uns“, in dem sie eine ehemalige KZ-Gefangene spielte. Beim Filmfestival in Locarno wurde sie 1948 für „Film ohne Titel“ als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Ihre Rolle in „Die Sünderin“ (1951) sorgte für einen Skandal – freizügige Szenen und sozialkritische Inhalte führten zu Boykottaufrufen. Mit „Schnee am Kilimandscharo“, in dem sie ein Lied von Cole Porter performte, wurde sie in den USA als „Fräuleinwunder“ bekannt und legte den Grundstein für ihre Gesangskarriere.

Der Beginn einer großen Karriere

Hildegard Knef wurde am 28. Dezember 1925 in Ulm geboren. Ihr Vater starb ein Jahr später, und ihre Mutter zog mit ihr nach Berlin. Mit 15 Jahren verließ Knef die Schule und begann eine Ausbildung als Animationszeichnerin. Bald darauf nahm sie Schauspielunterricht und erhielt kleinere Filmrollen. Nach dem Krieg trat sie in Berliner Kabaretts und Theatern auf, bevor sie wieder vor die Kamera trat und rasch zur ersten deutschen Filmikone der Nachkriegszeit avancierte. 1948 unterzeichnete sie einen Siebenjahresvertrag in Hollywood und nahm 1950 die US-Staatsbürgerschaft an. Bald darauf kehrte sie mit „Die Sünderin“ nach Deutschland zurück, wo die öffentliche Reaktion sie erneut in die USA führte. Dort spielte sie in mehreren erfolgreichen Filmen und wurde mit der Ehre bedacht, ihre Hand- und Fußabdrücke vor dem legendären Grauman’s Chinese Theatre in Hollywood zu verewigen. 1957 verließ sie jedoch die USA aufgrund eines Streits mit ihrem Produzenten Fox.

Dokumentarfilm und spätere Jahre

Nach ihrer Rückkehr spielte Knef in mehreren deutschen, französischen und britischen Filmen. Sie war dreimal verheiratet und hatte eine Tochter. Von 1982 bis 1989 lebte sie erneut in den USA, doch die Hochzeiten ihrer Filmkarriere waren vorbei. Das Interesse der Öffentlichkeit galt zunehmend ihrem Privatleben. Dennoch blieb sie als Buchautorin und Chansonsängerin populär: Ihr Lied „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ wurde zu ihrem Markenzeichen. Hildegard Knef starb am 1. Februar 2002 in Berlin an einem Lungenemphysem.

In ihrer langen und facettenreichen Karriere spielte sie mit Stars wie Gustav Knuth, Hans Albers und Erich von Stroheim. 1962 war sie in „Lulu“ mit Nadja Tiller und Mario Adorf zu sehen und in der „Dreigroschenoper“ mit Curd Jürgens und Lino Ventura. Auch mit Götz George in „Warteraum außerhalb“ und David Hasselhoff in „Zaubergarten“ trat sie auf. Kurz vor ihrem Tod war sie in dem Dokumentarfilm „Frau mit Vergangenheit“ (2001) zu sehen, der sich, wie so oft bei ihr, mit ihrem eigenen Leben beschäftigte. Auch hier blieb Hildegard Knef ihrer Linie treu.

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